Nervös waren wir auch gestern Abend, als die EM für Deutschland so plötzlich und erwartet zu Ende ging. Wir waren recht traurig und hoffen, dass es zur WM besser für uns läuft. Wir können die Italiener ja schließlich nicht ewig auf unseren Nasen herum tanzen lassen.
Passend dazu, dass bei uns eine große Veränderung ansteht, hat sich auch hier in Dänemark die Stimmung geändert. Diese Woche war offiziell die letzte Arbeitswoche vor den Sommerferien und damit wird hier auch so ziemlich alles runter gefahren. Die Schulen schließen (auch die Sprachschule), die meisten dänischen Kollegen sind im Urlaub, die Türen schließen früher und vieles läuft nur noch mit Minimalbesetzung. Am meisten bemerkt man das allerdings heute, da die Schüler hier zum Abi eine schöne Tradition haben. Jede Klasse oder Gruppe mietet sich einen LKW mitsamt Fahrer. Dieser wird dann dekoriert und dann fährt man darin sitzend den ganzen Tag hupend durch die Stadt und betrinkt sich. Ziel der Aktion: Alle Eltern der Schüler zu besuchen und ihnen die frohe Botschaft persönlich zu übermitteln. Wir können uns vorstellen, dass sich mancher am Ende nicht mehr ganz richtig artikulieren kann, aber die Eltern werden schon wissen was los ist ;-) Zur Fahrt machen sich auch alle schick und tragen eine Art Kapitänsmütze, die man hier zum Abschluss wohl traditionell hat. Auf dem Foto könnt ihr das vielleicht ein bisschen erkennen :-) Neben der Tagfahrten äußert sich der Beginn der Ferien auch durch nächtliche Gelage in unserer Nachbarschaft, die uns den Schlaf rauben. Aber irgendwie gönnt man ihnen das ja.
Zum Schluss noch eine super Nachricht. Meine Eltern haben im Süden Fyns für Ende Juli ein Strandhaus gebucht. Wenn alles gut geht und wir uns an Zoe bis dahin schon etwas gewöhnt haben, dann verbringen wir dort ein paar schöne Tage, in denen Zoe zwei von vier Großeltern und alle Onkels erstmals kennen lernt.

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